Liebe, Leben, Leidenschaft:

Familie, Freunde und natürlich Knipsen / seit 1976 der Sucht verfallen. Angefangen hat es mit Haustieren, Pflanzen (waren recht wehrlos!), Familienfotos, Freunden, Partys, Reisedokumentationen, alles was nicht schneller laufen oder sich wehren konnte wurde abgelichtet. Seit 1989 fast ausschließlich Schwarzweiß und nur lebende Objekte (denn das genau ist meine Leidenschaft) Portrait / Fashion / Familie / Kinder / Babys /  Fine Art / Klassik Akt / und alles, was dem/n Modell/en einfällt oder vorschwebt. Seit nun 2005 Digital auch in SW & Farbe, sowie klassische und künstlerische Bildbearbeitung.


Meine Philosophie!
Durch Fotografie zum Selbstwertgefühl / Selbstvertrauen

Man könnte es als Phänomen betrachten, wenn es nicht so einfach zu verstehen wäre.
Ich kann mich kaum an Personen erinnern, die mit mir in Kontakt getreten sind, die nicht über ein unbeschreiblich großes Repertoire an „ich bin unfotogen" Umschreibungen verfügt hätten.
Trotz all dem haben sie den Mut aufgebracht, sich diese "Makel" durch Bilder dokumentieren zu lassen. Ich kann dafür nur immer und immer wieder meinen größten Respekt aussprechen.
Bisher habe ich zu 100% festgestellt, dass das Argument unfotogen nur eine Schutz- und lass mich zufrieden Behauptung war. Warum? Bereits nach einem längeren Gespräch ("Ich wollte Dich nur mal fragen, was Du so für ein paar Bilder nimmst" oder ähnliche Einstiege) stellt sich heraus, dass Argumente wie: "ich hasse Bilder, auf denen man immer lächeln soll, weil?: wenn ich lache, ist mein Mund ganz schief", "meine Zähne stören mich schon immer und ich glaube, dass" etc.pp. oder "Ich weiß nicht, wie ich schauen soll wenn ich fotografiert werde!!!" Hier etwas Sarkasmus zum Aufwärmen: Schauen Sie bitte zu 33,742% wie Michael Jackson / 18,978% wie Donna Summer / den Rest können Sie mit Duffy Duck oder Balu dem Bär füllen, damit sind Sie immer auf der sicheren Seite und erhalten so ein immer wieder ansprechendes Bild.
Mal im Ernst: Könnten Sie sich nicht vorstellen so zu schauen, wie Sie sich genau in diesem Moment fühlen. Wer schreibt jemanden vor, welche Stimmung auf einem Bild ausgedrückt werden muss?
Niemand!!
Da ich vor einer jeden Session ein Kennenlerngespräch führe, wenn möglich sogar einige Tage vor der Session, sind bereits viele dieser geglaubten „Makel" bekannt und dann braucht man sich nicht darum zu bemühen, diese zu verstecken. Jeder kann prüfen, ob er mit dem anderen zusammenarbeiten kann und will. Dies schafft oft schon eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
In einer absolut ungezwungenen Atmosphäre beginnen wir dann die Bilder zu machen. Es handelt sich dabei eher um eine Unterhaltung, ein Zwiegespräch als um ein straff organisiertes Abarbeiten von starren Vorgaben. Wir lassen Dinge geschehen und halten diese im Bild fest. Meine fotografische Aufgabe besteht ausschließlich darin, die besonderen Momente einzufangen.

Der Weg ist das Ziel!
Dieser uralten Weisheit folgend, bewegen wir uns sehr wachsam auf das vorher besprochene Ziel zu, auch wenn wir dazu hin und wieder auf kleinen Exkursionen von diesem abweichen, um einen Blick in die Umgebung zu werfen. Wir vermeiden so den Tunnelblick, der es verhindern würde, all die einzigartigen Dinge am Wegesrand wahrnehmen zu können, die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

Je moderner, "fortschrittlicher" unsere Zeit wird, desto direkter werden unsere Wege. Das ist nicht nur eine Phrase, sondern greifbare Realität. Betrachten wir den realen Fortschritt im Straßentunnelbau und den Antrieb, diese Techniken zu vervollkommnen, sollten wir dennoch die Auswirkungen, die diese auf unser Leben haben, nicht vergessen. Sicher kommen wir schneller von A nach B, aber was wir dabei übersehen, ist einfach zu wichtig.

Ein greifbares Beispiel ist eine Reise nach in Italien: Früher mussten sich die Reisenden über die Alpenpässe "quälen" und das in Autos, die Fahren noch abenteuerlich anmuten ließen, sie wurden dafür mit unbeschreiblichen Natureindrücken belohnt, heute versuchen wir, wenn möglich, in einer geraden Linie, am besten noch ohne Höhen und Tiefen unser Ziel zu erreichen, wir bauen Tunnel in Bergen und unserem täglichen Leben.

Nehmen wir nun diesen (wenn auch klischehaften)  Urlaub in Italien als Beispiel und vergleichen die Eindrücke zweier Zeitepochen.
Nun stellen wir uns vor, beide Gruppen haben auf dem Campingplatz nicht gerade die besten Nachbarn und der Urlaub  ist nicht als erfolgreich zu verbuchen.
Wem bleibt nun mehr?
Der einen Gruppe die Eindrücke einer vielleicht beschwerlichen aber eindrucksvollen An- und Abreise, den anderen eine Triste An- und Abreise und ein erfolgloser Urlaub?
Es ist immer noch schier unmöglich, jedem verständlich zu machen, was die Philosophie "der Wege ist das Ziel" aussagen möchte, aber es steht jedem offen, für sich die entsprechende Interpretation zu finden.

Leider ist unser Ehrgeiz das beste Baumaterial für monumentale Tunnel.

Wir sollten unsere Ziele ständig in Frage stellen, ansonsten kommen wir auf dem direktem Weg an unser Ziel, um dann festzustellen, dass es nicht das ist, was wir erreichen wollten. Ständige Neuorientierung ist die Grundlage für ein intelligentes und intuitives Handeln und der beste Garant gegen ständige Enttäuschungen.

Reproduzierbarkeit von "Erfolg"
Wer sich relativ (individuell sehr verschieden) langsam durchs Leben bewegt, hat die besseren Möglichkeiten, sein Handeln im Blick zu behalten und entsprechend umsichtig zu agieren, er hat die Zeit, sein Handeln bewusst mit zu erleben und zu verinnerlichen. Er eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, bewusst Ereignisse in Gedanken nocheinmal zu durchleben und daraus Erkenntnisse für das weitere Leben zu ziehen.
Es ist leichter, bei niedrigen Geschwindigkeiten die Richtung zu wechseln.

Es gibt Menschen, die wir als absolut erfolgreich einstufen, wenn wir einen oberflächlichen Blick auf ihren Status und ihr Vermögen werfen.
Oh man, der hat alles, der hat es geschafft, hoffentlich erreiche ich das auch einmal. Das waren einmal meine eigenen Gedanken, als ich bei einem sehr erfolgreichen schwäbischen Firmenchef nach erfolgreichem Geschäftsabschluß (habe auch mal Industriemaschinen-Finanzierungen verkauft) zum Essen eingeladen war. Der Mann hatte in meinen Augen Charisma und trotz seines immensen Erfolges eine herzliche, offene Art.  Ich glaube, er avancierte in kürzester Zeit zu einem Idol für mich.
Während des Abends unterhielt man sich sich über "Gott und die Welt" und kam vom "Hundertsten ins Tausendste". Irgendwann spät fragte mich der Seniorchef dann wie alt ich denn sei. Ich war 28, er knappe 70.
Nachdem ich ihm mein Alter mitgeteilt hatte, schaute er mich eine ganze Weile durchdringend und schweigend an und fragte dann:  "Wann um Himmelswillen haben sie all das erleben können?" Ich konnte ihm spontan keine Antwort geben, da ich mein Leben bis dato für stinknormal und unspektakulär gehalten hatte. Ich habe einfach gelebt und auf die uns alle ständig treffenden Ereignisse reagiert und versucht, daraus das weitesgehend Beste zu machen.
Ich hatte in meinen Augen unzählige Träume, keinen großartigen finanziellen Erfolg, nichts weltbewegendes erfunden, immer wieder heftige Tiefschläge hinnehmen müssen, einzig und allein hatte ich mein Leben immer schon sehr bewusst gelebt und Augen und Ohren in alle Richtungen offen gehalten und mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht.
Mir fiel nichts besseres als diese Aussage ein:
Wieviele Sekunden haben denn 28 Jahre!

Danach begann der Seniorchef seinen Werdegang zu erzählen und wie er es geschafft hatte, diese Position zu erreichen.
Er hatte als junger Mann eine Vision und dieser folgte er unablässig und ohne Kompromisse. Er hatte sein Ziel immer genau im Blick und handelte entsprechend rational und dem Ziel förderlich.

Bis zu einem entscheidenden Moment fühlte ich mich so richtig als Versager und da ich je nach Interesse und Gusto meinen Weg ständig änderte, meine Ziele oft in Frage stellte und für nicht so gravierend wichtig erachtete, dass ich dafür bereit gewesen wäre, meinen Blick von all den anderen Interessen ab zu wenden und meine volle Konzentration auf ausschließlich ein Ziel zu fokussieren. Meine Angst, ich könnte wichtige Dinge übersehen, ist hier der Motor.

Bis dieser entscheidende Moment kam.

Der Seniorchef blickte in die Runde der Geschäftsführer und Produktionsleiter, dann fixierte er meinen Blick und sagte:
Herr Krämer, meine Hochachtung wie Sie leben, wenn es die berüchtigte zweite Chance geben würde, würde ich aus heutiger Sicht alles anders machen und ein völlig gegensätzliches Leben führen. Doch leider treffen wir im Leben zu oft, zu früh Entscheidungen und müssen dafür gerade stehen.Wir sollten uns immer den Mut bewahren, auch einen Weg verlassen zu können, auch wenn wir ihn schon sehr weit gegangen sind.

So wurde an einem Abend, aus einem "Idol" ein Lehrmeister!
Seither bin ich noch offener für Eindrücke von außen und für die Philosophien anderer, denn ich stelle immer wieder fest, egal wie alt oder jung ein Mensch auch ist, man sollte ihm immer genau zuhören, denn nur wenn wir offen bleiben, können wir unser Leben ständig vervollkommnen.

Risiko?
Können Sie sich vorstellen, so zu schauen wie Sie sich gerade fühlen?
Da wären wir schon beim angesprochenen Risiko - der andere darf bloß nicht wissen, was in mir vor geht, sonst ..., ja was sonst?
Wir sollten lernen, wieder zu unseren Gefühlen zu stehen und dies als eine absolute Stärke zu betrachten und nicht wie uns die Gesellschaft weismachen möchte: Gefühle zu zeigen sei eine Schwäche (aber Achtung, wir alle bilden diese Gesellschaft und somit obliegt es jedem einzelnen, diese zu ändern).
Um einen besseren Überblick zu erhalten, gehen Sie einmal einen Schritt zurück: Jetzt betrachten Sie einmal diese "Weicheier" die offen ihre Gefühle zeigen und dazu auch noch stehen (hoffentlich gehören auch Sie dazu). Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass es in unserer Gesellschaft ein Zeichen von Schwäche ist, seine Gefühle offen zu zeigen, dann können wir ja im Umkehrschluss davon ausgehen, wieviel Mut dazu gehört, seine Gefühle offen zu zeigen. Also kommen wir abermals zu den Paradoxen unserer Gesellschaft: Die Schwachen haben den Mut????

Aus meiner Sicht sind diejenigen unter uns, die keine Angst haben ihre Gefühle zu zeigen, eh die Stärksten, von denen jeder lernen sollte.

EGO Schwund!
Selbstwertgefühl? Selbstvertrauen?

Einige Modelle haben auch nur mal eine reine „Ego Session" (jede Session ist eine Ego Session) gemacht, das heißt; nachdem die Bilder fertig waren und einige male bei mir vor Ort in Augenschein genommen wurden (genossen und eingeprägt), wurden diese samt Negativen den Flammen übergeben und das nicht weil sie schrecklich gewesen wären, nein, ganz im Gegenteil. Manchmal ist es nicht anders möglich, Träume zu verwirklichen, evtl. lassen gesellschaftlicher Status oder private Gründe es nicht anders zu. Manchmal würden Intoleranz und/oder Unverständnis zu Konflikten/Repressalien führen, die keiner will. Um diese Angst zu vertreiben, wurden die sichtbaren Spuren einfach entfernt und die Unsicherheit über ein ungewolltes Auftauchen der Bilder restlos beseitigt.

Trotz allem bleibt aber das Erlebte, Gesehene und das gesteigerte Selbstvertrauen real. Dank unseres Erinnerungsvermögens sind die Bilder noch lange in der Erinnerung lebendig und wenn diese einmal verblassen sollten, macht man schlicht und ergreifend neue. Relativ einfach, oder?

Technisch würde ich den "EGO-Schwund" vereinfacht so darstellen: Da wir, bis auf wenige, grundsätzlich unsere Attraktivität hin und wieder anzweifeln, reicht oft eine unüberlegte und nicht böse gemeinte Äußerung unseres Partners (oder wem auch immer) aus, um genau passend (natürlich eher unpassend) uns den letzten Hieb zu versetzen. Angenommen es handelt sich hierbei um eine positive Bemerkung über ein abgebildetes menschliches Wesen in einem Hochglanzjournal, um es mal unisex auszudrücken. Schon beginnen wir mit dem Vergleich, was hat XY, was ich nicht habe! Wir stürzen uns auf ein paar Eigenheiten und bewerten diese äußerst großzügig, schnell wären wir bereit, mit demjenigen zu tauschen, da er ja so bevorteilt ist und man selbst wurde mit allen Leiden und Schwächen der Menschheit gestraft.
Ich möchte dies kurz verdeutlichen: (Die Damen mögen mir verzeihen) Wie viele würden blind mit einem Modell ohne Zellulitis tauschen, ohne zu wissen, dass dieses ein schweres Herzleiden hat??????
Ist dieser XY glücklich und ohne Probleme, sollte die Frage wohl eher heißen und geht es mir den überhaupt irgendwie schlecht (oder habe ich nur unerfüllte Wünsche und Ziele).
Ein kurzer Blick über die Schulter auf Menschen unter uns, denen es wirklich schlecht geht, hilft da als Entscheidungshilfe. Wir sollten Leid wieder zu dem machen, was es ursprünglich mal war, Schmerz, Krankheit, schwerer Verlust, etc. nicht solche Banalitäten, das schwere Leid sich z. Bsp. keine Markenklamotten leisten zu können und wie ein bulemisches Modell auszusehen. Wir sollten hier anfangen, Zivilcourage zu zeigen. Wenn ich nur davon ausgehe, mit wie vielen Menschen ich über dieses Thema gesprochen habe und jetzt grob über den Daumen die Milchmädchenrechnung mache, dann haben sich gute 80% klar gegen den Image-Wahn ausgesprochen und 20% keinerlei Veranlassung gesehen, trotz Anhänger des Image-Wahns zu sein, auf andere Druck ausüben zu wollen, wenn diese keine Marken um sich ansammeln. Jetzt kommen natürlich die zum Zuge, die Erfahrung mit dem "Markenmobbing" gemacht haben und bilden selbst sofort die Lobby für die Mobber, indem sie diesen Gehör schenken und sich angreifen lassen. Denn meiner Erfahrung nach ist die Mehrheit aller nicht für den Marken-Wahn sondern dagegen oder auch nur neutral, also warum ist es nicht möglich, dass eine Mehrheit frei und ungezwungen leben kann??

Alles in allem würde ich für meine Person die Erkenntnis daraus ziehen, dass diese ganzen Probleme hausgemacht sind. Jeder sollte sich einmal fragen, mit welchen Repressalien er real leben musste und welche Repressalien er sich nur ausgemalt hat, wenn er dies oder jenes nicht tun oder tragen würde. Hier ist Selbstvertrauen und ein bisschen Mut gefragt, genau das zu tun, was man gerne tun würde, denn nur danach ist man in der Lage, es selbst einzuschätzen (aus Erfahrung klug). Auf diesem Weg kann man sich ein stabiles Selbstvertrauen aufbauen.
Gerade im Bereich von Partnerschaften führt ein gesteigertes Selbstvertrauen/ Selbstwertgefühl eines Partners oft schon zu einer ausgewogeneren Beziehungen und ist somit für beide Partner eine Steigerung der Lebensqualität. Manche Dame (sind nun mal 99% der Kunden meine Herren) hat nach ihrem Fototermin, ihrem Partner einen zum Geburtstag geschenkt(!?!).
Also last uns mehr an uns selbst glauben!
Wie heißt es so schön: Der Glaube versetzt Berge.
Dennoch sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass genau diese Macht des Glaubens auch große schwarze Löcher graben kann. Hier sollten wir unseren gesunden Mesnschenverstand einsetzen, um dem entgegen zu wirken.
Auf die Fotografie bezogen (denn das ist ja mein Thema) würde ich es so interpretieren:
Selbstvertrauen als Basis für ein glückliches Leben.
Wenn alle, die von sich gerne Fotos machen lassen wollen, die vorherige Selbsteinschätzung (Vergleich der Fotogenität- falls es dieses Wort gibt) im Bezug zu anderen, Modeerscheinungen, "gesellschaftlichen Figurvorgaben", etc. pp. einfach mal bei Seite lassen würden und blind in ein Fotostudio gingen (oder zu einem Bekannten mit Kamera), dort einfach einmal Fünfe gerade sein ließen, dann würde es mit Sicherheit 100% mehr fotogene Menschen aller Couleur geben und das "Schönheits-Spektrum" würde sich ungeahnt ausweiten.
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters und wir sollten uns wirklich im Klaren darüber sein, dass es unmöglich ist, allen zu gefallen und wir sollten das auch in keinster Weise versuchen. Begeben wir uns auf den Weg zu unserer eigenen Schönheit.

Ohne jetzt auf Mutter Theresa machen zu wollen, ich habe mir zur Aufgabe gemacht, als das Spieglein an der Wand zu fungieren (ehrlich, hart, aber gerecht - jedoch nett und mit guten Augen fürs besondere). Das besondere an diesem Spiegel ist die Möglichkeit Abzüge (Bilder) von den Einblicken zu bekommen.

Masken auch ohne Karneval!
Ich bin zu der festen Überzeugung gelangt, dass wir uns alle einmal ohne Maske bewegen wollen, um keinen fremden Ansprüchen genügen zu müssen, sondern "hemmungslos ich sein" zu dürfen. Du bist nicht allein, kann man sagen, aber bisher ist mir noch kein Maskenloser vor die Kamera gekommen. Ich denke, in unserer Gesellschaft sind die Masken wohl unabdingbar geworden und wir tragen sie bereits so unbewusst, dass wir ein Teil dieser Maske geworden sind. Doch sollte eine Maske immer ein Teil des Trägers sein und nicht umgekehrt!
Diese Masken haben mit Sicherheit ihre Daseinsberechtigung, vielleicht sind sie auch ein Basisbestandteil zur gesellschaftlichen Koexistenz aller. Wenn jedoch die Angst, man könne ohne Maske nicht existieren, die Oberhand gewinnt, sollte man sich wieder seiner selbst besinnen, sich ohne die Maske betrachten und wieder lieben lernen.
Die Angst vieler, es sei gefährlich, wenn ein anderer hinter die Maske blicken kann, ist meist unbegründet (außer natürlich man hat wirklich was zu verbergen).

So, wie ich es über die Fotografie erfahre, es ist immer wieder faszinierend, wenn von Session zu Session die Maske an Transparenz gewinnt und dies nicht als Schutzverlust, sondern als Befreiung empfunden wird. (Nur wenn wir ab und an mal ohne Maske in den Spiegel schauen, lernen wir unseren wahren Freund kennen und unseren wahren Freunden können wir auch uneingeschränkt vertrauen.) Allein der Gedanke, seinen besten Freund (sich selbst) immer an der Seite zu haben, sollte uns die nötige Sicherheit geben. Wer sich selbst liebt, ist auch in der Lage andere zu lieben. Dies soll ein kleiner Hinweis für diejenigen sein, die beklagen, keine Freunde zu finden. Es sind sehr viele einsame Streiter unterwegs mit genau den selben Problemen, die warten auch vergeblich darauf, das Glück gebracht zu bekommen. Selbst wenn auch dort öfter mal das Glück vor der Tür steht, wie sollte es erkannt werden??

                                                                                                                                    Martin Krämer
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